Fischerei-Verein Essen e.V.  

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Bezirksgruppe Essen im Rheinischen Fischereiverband



Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.
Bezirksgruppe Essen

Jahreshauptversammlung am 04.03.2009

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung 2009 des Bezirkes Essen im Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V, dem folgende Vereine angehören, der Angelsportvereins "Ruhrstolz" Kettwig e.V., die Essener Fischerfreunde 1981 e.V. der Fischerei -Vereins Essen e.V., der Fischereiverein und Kanufreunde Essen Werden e.V. und die Interessengemeinschaft für Fischzucht e.V..

Als Gäste waren der Vorsitzende des Rheinischen Fischereiverbandes, Walter Sollbach, und sein Vorstandmitglied und Kassenwart, Heinrich Homann, eingeladen. In seiner Begrüßungs- und Abschlussrede betonte der Verbandsvorsitzende Walter Sollbach die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit im Verband und in der Bezirksgruppe. Er berichtete von aktuellen Vorhaben des Verbandes zum Schutz der Fischerei und der Gewässer und den damit verbundenen Schwierigkeiten und Kosten. Besonders bei Projekten, die rechtlichen oder gutachterlichen Sachverstand und Expertisen benötigen, steigen die Kosten und Honorare für die Gutachten und die Gutachter erheblich an. Er berichtete, dass im Bezirk Grenzland in einem Rechtsstreit ein dortiges Gerichtsverfahren 1000,00 € gekostet habe.

Die Kosten für einen EU-Rechtsanwalt in einem Rechtsstreit belaufen sich auf ca. 250,00 € pro Stunde. Walter Sollbach macht deutlich wie wichtig gemeinsames Einbringen und Einfordern von Rechten ist. Er plädierte dafür, die Verbandsbeiträge um 2 Euro im Jahr anzuheben, um die Kosten für die notwendige Stärkung und Interessenvertretung des Verbandes sicherzustellen. Zusätzlich wird ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt.

Ein besonderes fischereiliches Anliegen war Walter Sollbach die Bestandsregulierung des Welses in den Verbandsgewässern. Der Fisch hat sich gewaltig vermehrt und verbreitet. Dabei wächst der Fisch sein Leben lang und zu besonders kapitalen Exemplaren bis um die 100 kg Gewicht ab. Der dafür notwendige Nahrungsbedarf ist immens und größer als bei allen anderen Fischarten. Vor diesem Hintergrund und zum Schutz der Fischbestände und anderer Fischarten fordert Walter Sollbach die strikte Entnahme und die Herabsetzung des Mindestmasses gefangener Welse. Er appellierte an jeden Verein, entsprechende Maßnahmen gegen die Welsinvasion zu ergreifen.

Der Vorsitzende der Bezirksgruppe Rainer Kalinowski arbeitete dann moderat und professionell die Tagesordnung der Sitzung ab. Er gab einen kurzen Bericht über die Aktivitäten der Bezirksgruppe, wie den durchgeführten gemeinsamen Angelveranstaltungen und den Lehrgängen zur Fischerprüfung. Er berichtete über die Verbreitung der Wasserpest, der mit dem Besatz von Rotfedern entgegengewirkt werden soll. Die Fische machen sich mit Vorliebe über die jungen Triebe der Pflanze her. Auch gegen die Kormorane wurden Aktionen gestartet.

Die Fischertragssituation hat sich 2008 leicht verbessert. Besonders viele Welse wurden gefangen. Das Schonmaß wurde für den Fisch bis zum 31.03.2009 ausgesetzt. Leider geht es dem Aalbestand nicht gut. Dafür ist ein ganzes Faktorenbündel angefangen von verbauten Gewässern bis hin zu hohen Fangquoten bei den Glasaalen verantwortlich. Die Politik hat darauf reagiert und ein Rettungsprogramm mit zum Teil drastischen Handelsbeschränkungen beschlossen.

Weiter berichtete der Vorsitzenden, dass der Fischerei-Verein Essen e.V. vom Landessportbund als "integrativer Sportverein" ausgezeichnet worden ist. Bei der Preisverleihung im RWE-Pavillon der Philharmonie wurden die Verdienste des Vereins zur Förderung des Angelns bei Menschen mit einer Behinderung gewürdigt. Seit dem Jahr 2007 ist es auch Menschen mit Behinderung möglich in Begleitung zu angeln. Das hat die Heimstatt St. Engelbert in Kooperation mit dem Fischerei-Verein Essen veranlasst, die integrative Freizeitgruppe "Angeln" zu gründen, die durch das Angeln neben motorischen Fähigkeiten auch Geduld und den Umgang mit den eigenen Emotionen vermitteln soll.

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende bei allen Akteuren für die Unterstützung und Hilfe. Es folgte der Bericht der Schatzmeisterin Cornelia Stöwe und die Stellungnahme der Rechnungsprüfer, die eine korrekte Kassenführung attestierten, sodass dem Vorstand die Entlastung erteilt wurde.

Bei den Vorstandswahlen übernahm Walter Sollbach die Versammlungsleitung, bis Rainer Kalinowski zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Alle alten Vorstandmitglieder wurden neu in ihre Funktionen und Ämter gewählt. Eine Änderung gab es bei der Wahl zum Jugendwart, hier wurde Viktor Reinhold neu gewählt.

In seinem Schlusswort bedankt sich Walter Sollbach ausdrücklich bei dem Bezirksvorsitzenden Rainer Kalinowski für die von ihm geleistete Arbeit, die in seinen zusätzlichen Aufgabengebieten als Fischereiberater, Mitglied des Beirates der unteren Landschaftsbehörde sowie als Beisitzer der Prüfungskommission, nicht immer für alle sichtbar aber trotzdem sehr umfassend und eminent wichtig ist.
Er lud alle am 25.04.2009 zur HV des Verbandes nach Meerbusch ein.
Als neuer Termin für das Vorstandsfischen der Bezirksgruppe wird der 09.05.2009, 18.00 Uhr festgelegt.
Die Uhrzeit für das Bezirksfischen am 29.08.09 wird von 8.00 Uhr auf 15.00 Uhr geändert

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